Donnerstag, 04.09.08 15:10 |
| Tiefstapler fährt TOP-Ergebniss für Gastgeber ein |
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Quelle: Freie Presse, Auer Lokalteil vom 2. 9. 2008 / Anna Neef Motorsport: 110 Teams nehmen 5. Rallye Grünhain in Angriff – Fahrer loben die Streckenauswahl – Bis auf Blechschäden keine Zwischenfälle „Die Strecken waren geil ohne Ende“, sagt Danny Galle. Er hat sie voll ausgekostet und am Sonnabend bei der 5. ADMV-Rallye Grünhain das beste Ergebnis für den veranstaltenden Motorsportclub aus der Klosterstadt eingefahren: Mit Co-Pilot Dirk Ose landete er auf Gesamtrang 5 und steuerte zugleich einen von insgesamt fünf Klassensiegen für den MC Grünhain bei. „Ich denke, wir haben uns mit unserem Uralt-Kadett gut gegen starke Evos und Cosworths geschlagen. Wir freuen uns wahnsinnig“, so der Weißbacher. Wobei er vorab tief stapelte. „Wir hatten viel am Auto gemacht und wollten’s testen. Wie man sieht, lief’s optimal. Es ist kein einziger Kratzer dran.“ Knackig fand Galle auf der Wertungsprüfung (WP) Schwarzenberg – Waschleithe die Spitzkehre gen Beierfeld. „Eine heiße Stelle: total eng und steil bergauf.“ Wobei auf keiner der drei je zweimal zu absolvierenden Prüfungen Wünsche offen blieben. „Hut ab vor der Auswahl. Echt klasse.“ Das sah Gesamtsieger Raphael Ramonat aus Trusetal genauso. Wie fühlst du dich? „Noch gut“, lautete die verschmitzte Antwort des Fordpiloten kurz bevor es ernst wurde. Blendend ging’s ihm und seinem Co-Piloten Christian Aßmus ab WP 4. „Von da an konnten wir den Vorsprung ausbauen“, so Ramonat, der die „Grünhain“ erstmals unter die Räder nahm. „Wir kommen nächstes Jahr auf jeden Fall wieder. Die Strecken hatten alle Pfiff, die Organisation war ebenfalls super.“ Klein, aber oho – im spritzigen VW Lupo GTI/Kit blieb Rallye-Altmeister Carsten Wiegand den großen Boliden auf den Fersen. Dennoch haderte er mit Gesamtrang 10. „Ich hatte Testreifen drauf. Die waren zu weich. Sonst wäre mehr drin gewesen“, so der Zwönitzer, der den Klassensieg in der H13 holte. Aber nicht wie geplant mit Sohn Sepp auf dem heißen Sitz, sondern mit Co-Pilot Jörg Schneider. Hat der Sprössling gekniffen? „Nein. Ich hab’ noch mal drüber nachgedacht und mich dann dagegen entschieden. Einfach, um kein unnötiges Risiko einzugehen“, erklärte Wiegand, der jede Prüfung reizvoll fand. Auf der WP Grünstädtel – Breitenbrunn etwa die versteckte Kuppe, bei der man sich einige Momente im Blindflug befindet. „Oder die schmalen Straßen von Schwarzenberg nach Waschleithe.“ An diese WP erinnert sich Monika Lein sehr gut. „Da kam mir der Laternenmast ganz schön nahe“, so die 18-Jährige, die im Suzuki Swift Sport ihr Debüt als Fahrerin feierte. Durchkommen lautete das Ziel. „Geschafft“, stellte die junge Frau danach erleichtert fest, die mit ihrem Vater Karsten ausnahmsweise die Rollen tauschte. Der saß auf dem Beifahrersitz. „Er hat seine Sache ganz gut gemacht. Aber ehrlich gesagt: Als Fahrer taugt er mehr“, erklärte Monika augenzwinkernd. Ihr Fazit nach der Rallye Grünhain: „Es macht Lust auf mehr.“ Rallye-Fans teilen diese Ansicht. Mit Campingstühlen und Imbiss gerüstet pilgerten tausende Schaulustige zu den Strecken, allein an der Spitzkehre auf der komplett neuen WP Markersbach – Crottendorf versammelten sich rund 300 Zuschauer. Und die Teams boten ihnen attraktiven Motorsport – samt quietschender Reifen, nebelnder Kupplungen, dem Duft nach Gummi sowie Driften, Drehen und spektakulären Manövern. „Alles im grünen Bereich“, sagte Peter Grimm von der Raschauer Feuerwehr nach Durchgang eins. Nur eine Ölspur und eine angemeldete Hochzeit sorgten für längere Pausen. „Ansonsten läuft alles rund“, so Grimms Kollege André Schalkowsky als einer von insgesamt 250 ehrenamtlichen Helfern. Zuschauer Michael Hunger hat bisher kaum eine Rallye in der Region verpasst. „Ein schneller, schöner Sport. Das lohnt sich immer“, so der Geyersdorfer, der diesmal am Pferdehof „Stella“ in Markersbach seinen Campingstuhl aufklappte. Er drückte dem Team Groschupp/Gallert die Daumen. „Auch wenn sie keine Siegchancen haben: Dabei sein ist alles.“ Ergebnisse des MC Grünhain Danny Galle/Dirk Ose (Opel Kadett C LS/ 5. Platz gesamt/1. Platz in der Klasse); Carsten Wiegand/Jörg Schneider (VW Lupo GTI/10./1.); Ulf Grünert/Daniel Nowak (Opel Corsa A/13./1.); Mark Muschiol/Susen Geuthner (Renault Clio/15./1.); Ralf Plettau/Anja Vogel (VW Polo GTI/17./1.); Dirk Knüpfer/Anka Gallitzendörfer (Skoda Felicia Kit/22./2.); Tim Dämgen/Maik Trommler (Suzuki Swift Sport/33./3.); André Schulz/David Auerswald (Nissan Micra/53./8.); Lars Weise/Mischa Leppin (Opel Corsa/60./4.); Andreas Schramm/Sebastian Nagel (Trabant 601/64./5.); Sascha Leppin/Sven Uhlrich (Nissan Micra/68./12.); Monika Lein/Karsten Lein (Suzuki Swift Sport/77./7.);Uwe Günther/Jan Göbel (Trabant 601/88./11.). Teamwertung: 1. Platz MC Grünhain II; 3. Platz MC Grünhain I. |